Kann das zu lebensbedrohlichen Reaktionen führen, und sollte sie Erdnüsse besser meiden?

Bei Tobias wurde schon in seiner Kindheit eine Allergie auf Birkenpollen diagnostiziert. Inzwischen studiert er, und seine Beschwerden werden immer heftiger. Er hat sich für eine spezifische Immuntherapie (Allergieimpfung) entschieden, die einzige Allergiebehandlung, die auch die Ursache bekämpft. Obwohl er jetzt schon zwei Jahre in Behandlung ist, verspürt er keine Linderung seiner Symptome. Wie kann das sein?

Allergologische Diagnose

Ein neuer Bluttest kann Ihren Arzt bei der Beantwortung dieser Fragen unterstützen:
Schon seit Jahrzehnten helfen dem Allergologen drei Bausteine, um eine Allergie zu diagnostizieren: die Patientengeschichte, ein Hauttest und ein Bluttest. Im Blut werden spezifische IgE-Antikörper gegen Allergene bestimmt. IgE-Antikörper können eine Allergie hervorrufen.

Traditionell wird der Test mit einem Allergenextrakt durchgeführt, der neben den allergenen Molekülen auch eine Vielzahl nicht-allergener Moleküle enthält.

Molekulare Allergiediagnostik geht einen Schritt weiter

In den letzten Jahren haben Forscher viele der Moleküle identifiziert, die eine Allergie auslösen. Man bezeichnet diese Moleküle als Allergenkomponenten. Jetzt kommt es darauf an, gegen welche Allergenkomponenten ein Patient Antikörper gebildet hat. Dieses Zusatzwissen kann die Allergiediagnose verfeinern. Dem Arzt hilft es, die richtige Immuntherapie auszuwählen, Kreuzallergien aufzudecken und das Risiko schwerer allergischer Reaktionen gegen Nahrungsmittel besser einzuschätzen.

Testresultate mit Allergenkomponenten können helfen

Auch Beate und Tobias? Ihnen konnte die molekulare Allergiediagnostik mit Allergenkomponenten helfen: Für Beate gab es Entwarnung. Sie kann weiter Erdnüsse essen. Und Tobias’ Arzt stellte fest, dass bei ihm in der Vergangenheit IgE-Antikörper gegen Eschenpollen übersehen worden sind. Nun bekommt er eine Immuntherapie, die ihm hilft.