Den Krankheitsbildern gemeinsam ist, dass sie individuell sehr unterschiedlich auftreten, sei es in puncto Ursachen, Ausprägung oder der Therapien, die helfen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat die Zahl der Allergiker und Asthmatiker weiter zugenommen, ohne dass die Gründe hierfür letztendlich geklärt wären.

Die Zahl der Asthmatiker wird auf circa vier Millionen geschätzt. Asthma ist heute zudem die häufigste chronische Kinderkrankheit, von der rund zehn Prozent aller Schulkinder betroffen sind. Bei vielen Kindern und Jugendlichen wird aus einer Allergie, beispielsweise auf Pollen, später – vor allem bei unzureichender Behandlung – ein chronisches ganzjähriges Asthma bronchiale.

Das persönliche Recht auf größtmögliche Lebensqualität, auf Luft zum Atmen ist ein großes Anliegen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB). Wie sich Atemnot für die kleinen und großen Asthmapatienten anfühlt, können Sie selbst nachvollziehen, wenn Sie versuchen, nur für eine Minute durch einen Strohhalm ein- und auszuatmen.

Dabei sind allergische Erkrankungen nicht neu; die wichtigsten Krankheitsbilder wie Asthma, Urtikaria oder Ekzem, auch Hinweise auf Nahrungsmittelallergie finden sich schon in der antiken Literatur. Im 19. Jahrhundert erfolgte die erste exakte Beschreibung und die Entdeckung von Pollen als Auslöser des Heufiebers, des heutigen Heuschnupfens.

Doch woran liegt es, dass wir bis heute trotz unserer hoch entwickelten Gesellschaft mit diesen Erkrankungen zu tun haben? Oder liegt es genau daran? Die Allergieexperten diskutieren verschiedene Ursachen, warum die Anzahl der Allergiker und Asthmatiker weiterhin steigt. Ein bisschen Veranlagung und ein bisschen Umwelt und ein bisschen zu viel Allergieauslöser.

Genau können die Experten es bislang nicht begründen. Die Hygienehypothese zum Beispiel geht davon aus, dass der Vormarsch der Allergien in den Industrieländern auf übertriebener Hygiene beruht, die einen Verlust der natürlichen Immunität mit sich zieht. Eine weitere Theorie besagt, dass Schadstoffe die Allergieentstehung begünstigen, so werden Pollen zum Beispiel durch Umwelteinflüsse wie Ozon oder Dieselruß immer aggressiver.

Zudem haben wir heute eine weitaus vielfältigere Allergenbelastung als noch vor 50 Jahren. Gerade in Bezug auf die Pollenvielfalt haben wir es heutzutage mit neuen Auslösern invasiver Pflanzen zu tun. Hinzu kommen natürlich auch eine erhöhte Aufmerksamkeit für diese Krankheitsbilder und eine verbesserte Diagnostik, sodass viel mehr Allergien vom Arzt festgestellt werden.

Entwicklung von Pollenallergie und Asthma seit 1930

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. - DAAB seit 1897

Größte Patientenorganisation zum Thema Allergien, Asthma/COPD, Neurodermitis, Urtikaria und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten. In der 120jährige Arbeit des DAAB hat sich ein enormer Wissensschatz angesammelt der den Betroffenen zur Verfügung steht. Wissenschaftlicher Mitarbeiter übernehmen die Beratung der Patienten und ihrer Familien. Auf gesundheitspolitischer Ebene genauso wie gegenüber der Wirtschaft und Industrie vertreten wir ihre Interessen. Der DAAB abreite unabhängig und betreut seine Mitglieder deutschlandweit. www.daab.de