Mit ihnen nehmen auch die Pollenfallen des Polleninformationsdienstes (PID) wieder ihren Dienst auf. Deutschlandweit sorgen erfahrene Pollenanalysten für die Betreuung dieser Fallen und für die Analyse der Pollen, die von den Fallen zuvor eingefangen worden sind. Aus diesen Messwerten entsteht die aktuelle Pollenflugvorhersage in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst und dem Deutschen Wetterdienst (DWD).

So funktioniert eine Pollenfalle

Zuerst fliegen die ersten Hasel- und Erlenpollen, im Frühjahr folgt die Birke. Im Frühsommer beginnen die ersten Gräserpollen zu fliegen sowie die Blüte des Roggens, und ab Juli folgt der Beifuß.

Auch im Spätsommer sind Allergiker durch das eingeschleppte und in Ausbreitung begriffene Traubenkraut nicht vor Pollen gefeit. Um Betroffenen das Leben zu erleichtern, wurden vor einigen Jahren Pollenfallen aufgestellt.

Das Verfahren: Die Pollenfalle saugt mittels eines Elektromotors beständig ein definiertes Luftvolumen durch einen kleinen, vor Niederschlag geschützten Schlitz im Gehäuseoberteil in die Pollenfalle. Eine Windfahne garantiert dabei das Ansaugen der Luft aus der jeweils herrschenden Windrichtung. Die angesaugte Luft wird direkt hinter dem Schlitz an einer sich langsam drehenden Trommel vorbeigeführt.

Auf der Oberseite der Trommel sorgt ein mit einem Trägerfilm beschichteter Plastikstreifen für das Anhaften der eingesaugten Pollen. Die Trommel dreht sich pro Stunde um zwei Millimeter und wird nach spätestens sieben Tagen ausgetauscht.

Der entnommene, mit den eingesaugten Pollen versehene Plastikstreifen wird von Mitarbeitern der Pollenmessstationen aufgearbeitet und mikroskopisch ausgewertet. Die Auszählung der Pollen auf dem Klebeband erfolgt über die gesamte Länge des 48 Millimeter langen Tagesabschnittes.

Der Fingerabdruck der Pollen

Alle Pollenarten verfügen über, unter dem Lichtmikroskop erkennbare, charakteristische Strukturen, die einem Fingerabdruck gleichen. Diese Strukturen spielen bei der Pollenbestimmung eine grundlegende Rolle. In der Auswertung werden vor allem die allergologisch relevanten Pollenarten berücksichtigt.

Die Messwerte werden dann dem Deutschen Wetterdienst gemeldet. Die Meteorologen gleichen sie mit anderen Daten ab, unter anderem mit dem Wind, dem zu erwartenden Niederschlag und der Temperatur. Aus diesen Daten ergibt sich die Pollenflugvorhersage.