Immer mehr Menschen werden von einer sogenannten Winterallergie kalt erwischt.

So erging es auch der 38-jährigen Sandra aus Berlin. Sie litt im vergangenen Jahr mehrere Wochen unter Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen und starker Verschleimung. „Ich war mehrfach bei meinem Hausarzt“, erzählt die Lehrerin.

„Er gab mir verschiedene Antibiotika und schleimlösende Medikamente – nichts half.“ Bereits in den Jahren zuvor kämpfte die junge Frau immer wieder mit hartnäckigen Erkältungen in der Winterzeit. „Meinem Hausarzt kam das komisch vor und er schickte mich zu einem Allergologen. Der machte schließlich einen Allergietest und fand die Ursache für meine Beschwerden: Hausstaubmilbenallergie.“

Auf Symptome achten

Insbesondere wenn die Beschwerden länger als eine Woche andauern oder häufig wiederkehren, sollten Betroffene hellhörig werden und ihren Arzt aufsuchen, bevor sie sich selbst therapieren. Denn bei geröteten, juckenden Augen und laufender Nase sollte immer auch an einen allergischen Schnupfen durch Hausstaubmilben gedacht werden – zumal in Deutschland gleich nach Pollen und Blütenstaub Hausstaubmilben mit 30 Prozent den zweithäufigsten Allergieauslöser darstellen, der auch chronische Atemwegserkrankungen, Atemnot oder Asthma verursachen kann. Eine Milbenallergie ist also keinesfalls harmlos, macht sich als allergischer Schnupfen bemerkbar und belastet die Patienten vor allem während der Heizperiode in der kalten Jahreszeit.

Therapie

Bei leichten und im Tagesverlauf kurzzeitig auftretenden Beschwerden helfen Nasensprays mit H1-Antihistaminika. Sie verringern die Beschwerden, indem sie den Rezeptor des Botenstoffs Histamin blockieren. Binnen 20–30 Minuten klingt der allergische Schnupfen ab. Zudem gibt es ein Immuntherapieverfahren gegen Milbenallergien.

Bei der Hyposensibilisierung wird der Betroffene durch Verabreichung von allmählich ansteigenden Dosen seines Allergens unempfindlicher gemacht. Das Erfolgsrezept besteht bei dieser Therapie darin, dass man regulierende Immunzellen aktivieren kann, die vor zukünftigen allergischen Reaktionen schützen. Das Immunsystem des Körpers kann sich dann also selbst vor allergischen Reaktionen bewahren.