Etwa eine Million Duftstoffallergiker soll es in Deutschland geben. Bei der Duftstoffallergie findet der Allergenkontakt meist über die Haut statt. Es handelt sich in der Regel um Kontaktallergien vom verzögerten Typ IV. Wird ein Parfüm oder eine Creme aufgetragen, kommt es – meist nur an der betroffenen Stelle – nach 24 bis 72 Stunden zu einer Rötung, Schwellung und zu einem Juckreiz. Manche Duftstoffallergiker reagieren auch mit Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen, Atemnot oder Asthmaanfällen.

So diagnostiziert der Allergologe

Besteht ein Anfangsverdacht auf eine Duftstoffallergie, kann der Allergologe einen Epikutantest mit zwei Duftstoffreihen durchführen. Die beiden Duftstoffmixe enthalten zusammen 14 Duftstoffe. „Dies ist jedoch nur der Anfang der Diagnostik“, weiß der Hautarzt Prof. Dr. med. Johannes Geier, Leiter des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK). „Insgesamt stehen uns nicht nur die 26 deklarationspflichtigen Duftstoffe für die Allergietestung zur Verfügung, sondern darüber hinaus noch weitere Testallergene, darunter auch ätherische Öle.“ Etwa 70 bis 80 Prozent aller Duftstoffsensibilisierungen können auf diese Weise aufgedeckt werden.

Laut Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 (Artikel 19) müssen 26 nachgewiesenermaßen hochallergene Duftstoffe auf den Verpackungen einzeln mit ihrem INCI-Namen (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) genannt werden, wenn deren Konzentration in den Produkten bestimmte Werte überschreitet (zum Beispiel in Shampoos mehr als 0,01 Prozent, in Lotionen, Make-up oder Sonnencremes über 0,001 Prozent). Die Kennzeichnung dieser Stoffe soll betroffenen Allergikern helfen, die entsprechenden Produkte zu meiden.

Einkaufshilfe via App

Duftstoffallergiker sollten also die Inhaltsstoffe von Kosmetika oder Parfüms vor dem Kauf genau prüfen, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Eine Einkaufshilfe bietet die COSMILE-App, über die der Nutzer die Inhaltsstoffe eines Produkts direkt beim Einkaufen auf sein Smartphone laden kann.

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