Allergiker müssen für die Ferien vorher noch etwas genauer planen. Je nach Erkrankung gilt es, die passende Zeit oder Region ausfindig zu machen. So kann man bestimmten Allergenen gezielt ausweichen.

Rauf auf den Berg, raus an die See

Generell sind erst mal Höhenluft und Seewind zu empfehlen, um endlich wieder frei atmen zu können. Wer sich also im Hochgebirge ab 1.800 Meter Höhe aufhält, lebt frei von Milben. Den Tierchen wird dort oben, wo Luftfeuchtigkeit und Temperatur geringer sind, der Garaus gemacht.

Bekanntermaßen wirkt auch ein Urlaub am Meer heilend, wenn man unter Heuschnupfen leidet. Kommt der Wind auflandig vom Meer ins Landesinnere, sinkt die Pollenkonzentration. Zu empfehlen sind die Nord- und die Ostsee, aber auch die Küsten des Atlantiks in Frankreich, Spanien oder Portugal. Zudem hilft Meerwasser dank hohem Gehalt an Salz, Magnesium oder Selen gegen das Brennen und Jucken auf der Haut. Natürlich hat auch die Sonne hier entzündungshemmende Wirkung.

Spezialisierte Tourismusindustrie

Da sich Allergie zur Volkskrankheit mausert und immerhin 30 Prozent der Bevölkerung darunter leiden, hat sich auch die Tourismusindustrie auf die Betroffenen eingestellt. So ist zum Beispiel bei Nahrungsunverträglichkeit die Wahl des Hotels beziehungsweise des Restaurants entscheidend. Viele Küchen sind allerdings längst auf komplett glutenfreie Gerichte eingerichtet.

Im Angebot sind außerdem Allergikerzimmer. Hier gibt es statt Teppich glatte Böden mit Fliesen oder Laminat, Tapeten haben weniger Struktur, damit Staub nicht haftet, Gardinen sind deshalb dünner. Selbstverständlich sind Haustiere und Raucher tabu. Es gibt spezielle Allergikerbetten mit speziellem Matratzenbezug, allergenfreie Körperpflegeprodukte und Klimaanlagen mit besonderem Filter.

Ausgewählte Regionen und Betriebe

Sogar ganze Dörfer und Kommunen haben sich inzwischen auf Allergiker eingestellt und sind „allergikerfreundlich“. Seit ein paar Jahren zeichnet das ECARF-Siegel (European Center for Allergy Research Foundation) bestimmte Betriebe aus, die Services für Allergiker anbieten. Ebenfalls gibt der Deutsche Heilbäderverband entsprechende Tipps.