Zunächst einmal stellt sich die Frage, welches Klima und damit welche Urlaubsregion geeignet ist.

Milbenallergiker können am besten im Hochgebirge durchatmen. Denn Milben fühlen sich dort in der kühlen, trockenen Luft gar nicht wohl und haben ab einer Höhe von rund 1.500 Metern keine Überlebenschance. Auch Pollenallergiker haben in höheren Bergregionen, wo nur wenig Pflanzenwuchs und der Baumbestand hauptsächlich aus Nadelgehölz besteht, wenig zu fürchten.

Problematisch können jedoch blühende Almwiesen werden. Daher bietet die allergenarme Luft und der frische Wind an der See für Pollenallergiker deutlich bessere Bedingungen. Zum Beispiel an der Nordsee herrscht insbesondere im Hochsommer meist Seewind, der die "saubere" Luft vom Meer an die Küste bringt.

Die passende Unterkunft

Hat man sich für ein Urlaubsziel entschieden, beginnt die Suche nach der Unterkunft. Auch hier gibt es einiges zu beachten. Denn unabhängig davon, wie gesund das Klima vor Ort auch ist, können Schimmelpilze, Tierhaare oder der Teppichboden allergische Reaktionen provozieren.

Wer vor solch unliebsamen Überraschungen gefeit sein möchte, muss Unterkunft, Ausstattung sowie den Verpflegungsmöglichkeiten vor Ort besondere Aufmerksamkeit schenken. Mittlerweile gibt es einige Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen, die sich auf Allergiker eingestellt haben und spezielle Zimmer anbieten.

Auf jeden Fall sollte man vor der Buchung nachfragen, ob Tiere erlaubt sind, welcher Bodenbelag in den Zimmern liegt und welche Küche in der Region und speziell in dem Hotel zu erwarten ist. Hier gilt zumindest bei Reisen in Europa und teilweise den USA: Es gibt spezialisierte Hotels, in denen man auf die Bedürfnisse von Nahrungsmittelallergikern eingestellt ist.

Gut starten, besser urlauben

Jetzt heißt es noch, den Reisestart sorgfältig zu planen und konkrete Reisevorbereitungen zu treffen. Pollenallergiker reisen mit dem Auto am besten am frühen Morgen oder späten Abend. Wer mit dem Flugzeug unterwegs sein wird, sollte versteckte Risiken wie Tierhaare in Polstern oder die Verteilung von Allergenen über die Klimaanlagen bedenken. Hier gibt es ausgewählte Airlines, die sich auf Allergiker spezialisiert haben.

Sich im Vorfeld über diese zu informieren und bei diesen zu buchen, sollte daher ganz am Anfang der Reisevorbereitungsliste stehen.

Bevor es losgeht, sollte das Reisegepäck so gepackt sein, dass für alle Fälle die Allergiemedikamente stets griffbereit sind. Zudem wird empfohlen, vor Reiseantritt einen Allergologen aufzusuchen, der die notwendigen Medikamente in ausreichenden Mengen verordnet. Diese gehören dann wie der Allergiepass und gegebenenfalls das Notfallset ins Handgepäck.

Menschen mit Allergien und Atemwegserkrankungen müssen sich darauf einstellen, dass die Allergie beziehungsweise Krankheit mitreist. Doch wer gut vorbereitet in den Urlaub startet, wird die "schönste Zeit des Jahres" unbeschwert genießen und sich bestens erholen können.