Während Anfang der 90er-Jahre nur jeder Zehnte unter Symptomen einer Allergie litt, betrifft die Volkskrankheit heutzutage fast ein Drittel der Deutschen. Für die Betroffenen kann diese Krankheit ein wahres Martyrium bedeuten.

Brennende Augen, Bauchschmerzen oder Neurodermitis sind nur drei von zahlreichen Symptomen einer Allergie. Leider immer noch viel zu häufig werden die körperlichen Beschwerden nie als eine Allergie diagnostiziert und die Betroffenen leiden jahrelang unter den teils schwerwiegenden Symptomen.

Sehr oft verschlechtert sich die unbehandelte Krankheit über die Jahre und so kann etwa aus dem anfangs eher harmlosen Heuschnupfen ein schwerwiegendes Asthma bronchiale entstehen. In seltenen Fällen kann dieses „Nichtwissen“ sogar tödlich enden, wie bei Insektengiftallergien.

Deutsche Allergie-Einheit

Dabei könnte das Wissen um die eigene Krankheit den Betroffenen ihre Lebensqualität zurückgeben. Die gute Nachricht: Allergien sind sehr gut behandelbar! Die schlechte: Nur wenige Menschen wissen das und werden rechtzeitig aktiv. Belastende Symptome aber können mit Medikamenten stark oder sogar völlig abgemildert werden.

Die Ursachen der Krankheit sind äußerst vielfältig und noch nicht vollkommen geklärt. Umwelteinflüsse, Ernährung oder eine zunehmende Hygiene gelten als wahrscheinlich. Fakt ist, in den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Allergiker fast verdoppelt. Unser Immunsystem wird zu wenig „trainiert“, denn vor allem in der Kindheit ist das Risiko, an einer Allergie zu erkranken, deutlich höher.

Impfungen sind hingegen unschuldig, wie die zur Wendezeit allergiearme, aber durchgeimpfte ehemalige DDR zeigt. Mittlerweile ist zumindest bei den Allergien die deutsche Einheit vollendet und so leidet Gesamtdeutschland unter den Folgen dieser Krankheit.

Diagnose der Krankheit

Bei einer Allergie werden normalerweise ungefährliche Stoffe wie zum Beispiel Pollen oder Tierhaare vom Immunsystem fälschlicherweise als „Feind“ erkannt und die körpereigene Verteidigung reagiert mit teils gravierenden Symptomen. 

Der erste Schritt zur Verbesserung der Situation der Betroffenen ist die Diagnose der Krankheit. Eine mittlerweile erste Einschätzung gibt es sogar im Internet. Hier findet man neben zahlreichen Informationen rund um das Thema Allergie und den neuesten Erkenntnissen der Forschung Online-Checklisten.

Mit der Beantwortung von einfachen, aber wissenschaftlich fundierten Fragen, kann man sein persönliches Allergierisiko bestimmen und bei Gefahr aktiv werden. Dabei werden keinerlei persönliche Daten erhoben und das Ergebnis steht innerhalb weniger Sekunden zur Verfügung.

Mehr Lebensqualität

Damit geht es dann zum Haus- oder Facharzt, den wichtigsten Ansprechpartnern bei der Allergietherapie.  Mit einer zweigleisigen Strategie werden die Symptome medikamentös schnell bekämpft (symptomatische Therapie) und gleichzeitig die Ursachen mithilfe der spezifischen Immuntherapie bekämpft.

Bei Letzterer wird das Immunsystem sozusagen trainiert, die bisherigen Allergieauslöser nicht mehr als feindliche Eindringlinge im Körper zu bekämpfen.

So können die belastendsten Symptome häufig kurzfristig beseitigt werden und die Lebensqualität der Betroffenen steigt erheblich. Damit wird der Spaziergang über eine Wiese wieder zum Vergnügen werden, statt im Niesanfall mit roten Augen zu enden.