Längst sind Allergien als ein wesentliches Gesundheitsproblem gesellschaftlich akzeptiert. In diesem Jahr haben das vor allem die unter Heuschnupfen leidenden Patienten besonders früh zu spüren bekommen, aufgrund des warmen Wetters waren Pollenallergiker mehr als einen Monat früher als normal betroffen.

Westlicher Lebensstil begünstigt allergische Erkrankungen

Warum Allergien sich weiter ausbreiten und warum sich der Verlauf allergischer Erkrankungen zunehmend schwerer ergibt, ist nicht abschließend geklärt. Wir wissen, dass unser westlicher Lebensstil allergische Erkrankungen begünstigt, eine mangelnde Auseinandersetzung mit Allergenen in früher Kindheit scheint zu einer stärkeren Sensibilisierung beizutragen. Gänzlich lässt sich der Anstieg an Allergenen durch diese Hygienetheorie jedoch nicht erklären.

Der Einfluss von Umweltfaktoren, die das Sensibilisierungspotential von Allergenen erhöhen, diese also „aggressiver“ machen, ist bekannt. Welche Schadstoffe jedoch genau welche Effekte haben und wie man sich am besten schützt, ist weitgehend unklar.

Welche Rolle neue Fasern und Farbstoffe in Kleidungsstücken spielen, wie unsere Nahrungsstoffe und unsere Ernährungsgewohnheiten allergische Erkrankungen auslösen oder zumindest verstärken, ist Gegenstand intensiver klinischer Forschung.

Gibt es kaum noch Menschen ohne Allergien?

Wenn eine Erkrankung soviel öffentliche Aufmerksamkeit erlangt wie das bei Allergien der Fall ist, dann führt das immer auch zu problematischen Entwicklungen. Im Gespräch mit Freunden gewinnt man den Eindruck, dass es kaum noch Menschen ohne Allergie gibt.

Eine Glutenallergie oder die Laktoseunverträglichkeit, die gar keine Allergie darstellt, sondern in den „natürlichen“ Rückgang der Laktoseproduktion im Alter anzeigt, sind ein Dauerthema, die Industrie hat mit gluten- oder laktosefreien Produkten längst einen einträglichen Markt geschaffen.

Für den Normalbürger ist es schwierig festzustellen, was wirklich eine allergologische Erkrankung darstellt, was Zeichen für andere Erkrankungen sind und was nur Befindlichkeitsstörungen. Eine sorgfältige allergologische Diagnostik bei einem in diesem Feld erfahrenen Experten ist jedoch der Schlüssel für eine exakte Diagnose und den Start einer passenden Therapie.

„Mein Wunsch für die Zukunft: Bei Luftnot und chronischem Husten an eine Lungenerkrankung denken, um diese früher zu entdecken und zu therapieren und damit Leben und Lebensqualität erhalten helfen.“

Die COPD gehört zu den fünf wesentlichen Volkskrankheiten weltweit, nimmt man die Erkrankungskosten zum Maßstab, ist es die zweitteuerste Erkrankung überhaupt. Rauchen ist noch immer der wichtigste Risikofaktor. Die Zahl hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht, immer noch rauchen jedoch zu viele Jugendliche, vor allem bei Mädchen ist die Raucherquote beängstigend.

Hier müssen wir in Aufklärungsprogramme schon in der Grundschule investieren. Je früher die COPD behandelt wird umso besser ist die Prognose der Patienten.

Oft kommen Patienten erst mit fortgeschrittener Erkrankung zum Arzt. Einer frühen Diagnose und Therapieeinleitung kommt daher wesentliche Bedeutung zu. Bei Luftnot und chronischem Husten an eine Lungenerkrankung denken, vor allem, wenn sie rauchen oder geraucht haben, würde helfen, um diese früher zu entdecken und zu therapieren und damit Leben und Lebensqualität erhalten helfen.