Einer vermeidbaren Erkrankung, die dennoch rund zehn Prozent der Bevölkerung betrifft, jeder fünfte Raucher ist betroffen.

Lungenfunktionseinschränkungen mit fatalen Folgen

Die COPD gehört weltweit zu den häufigsten chronischen Krankheiten und zählt zu den zehn häufigsten Todesursachen – mit steigender Tendenz. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass die COPD 2030 die dritthäufigste Erkrankung sein wird, die vorzeitig zum Tode führt.

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD, aus dem Englischen: chronic obstructive pulmonary disease) ist eine im Grunde vermeidbare Erkrankung.

Weltweit leiden 65 Millionen Patienten an dieser Erkrankung. Ausgelöst wird die Erkrankung in den meisten Fällen durch Rauchen, aber auch durch eine inhalative Staubbelastung, beispielsweise durch silikathaltige Stäube im Bergbau unter Tage oder offene Feuerstellen in Hütten in Entwicklungsländern.

Der Krankheitsverlauf ist schleichend und zieht sich oft unbemerkt über Jahre oder gar Jahrzehnte hin. Anfangs beklagen Betroffene Atemnot, zunächst nur bei Belastung, im weiteren Verlauf auch in Ruhe. Husten, der im Laufe der Zeit immer schlimmer und hartnäckiger wird.

Vor allem morgens nach dem Aufstehen ist der Husten besonders quälend. Auswurf, der immer zäher wird und schwieriger abzuhusten ist. Diese Symptomatik wird als bronchiale Entzündungsreaktion verstanden.

In Abhängigkeit von der Dauer und Intensität, zum Beispiel des Rauchens, entwickelt sich eine Lungenfunktionseinschränkung, die in schweren Fällen zur Ausbildung eines Lungenemphysems (Überblähung der Lungenbläschen) führt, was wiederum zur Folge haben kann, dass Betroffene dauerhaft über die Nase Sauerstoff zugeführt bekommen oder nachts mit einem Beatmungsgerät versorgt werden.

Leider werden Frühstadien viel zu spät erkannt, da Raucher ihren Raucherhusten oft als ganz normale Begleiterscheinung des Rauchens betrachten. Auch die schleichend schlimmer werdende Luftnot, tun viele als normal ab. Folglich stellen sich COPD-Patienten meist erst spät beim Arzt vor. 

Einschränkungen sind nie normal – gehen Sie zum Arzt!

Diagnostiziert wird die COPD durch das Messen der Lungenfunktion. Bestätigt sich der Verdacht, muss das Rauchen sofort gestoppt werden. Hierzu bieten Lungenfacharztpraxen, aber auch Krankenkassen, Krankenhäuser oder Vereine Raucherentwöhnungskurse an.

Ist die COPD einmal diagnostiziert, besteht die Behandlung aus einer inhalativen Therapie mit bronchialerweiternden Medikamenten, die einzeln oder in Kombination verschrieben werden. Kommt es trotzdem zu behandlungspflichtigen Verschlechterungen, wird zusätzlich ein inhalatives kortisonhaltiges Präparat verordnet.

Die gute Nachricht für Patienten ist, dass ab dem letzten Jahr viele neue Präparate auf den Markt kamen beziehungsweise in naher Zukunft noch kommen werden. Zudem wird intensiv an neuen entzündungshemmenden Medikamenten geforscht.

Ungeachtet dieser Erfolge der pharmazeutischen Industrie und der Forschung bleibt es dabei: Wehret den Anfängen und besser gar nicht erst mit dem Zigarettenrauchen anfangen. Um dies zu gewährleisten, sind präventiv wirkende Rauchverbote und Antiraucherkampagnen hilfreich und nötig, um das Steigen der COPD-Entwicklung zu verhindern.