Kaum jemand, außer man ist betroffen, weiß etwas über diese vier so lebensverändernden Buchstaben COPD (Chronic Obstruktive Pulmonary Disease). Die WHO aber geht sogar davon aus, dass die chronisch obstruktive Lungenerkrankung im Jahr 2030 in der Liste der häufigsten Todesursachen weltweit den vierten Platz einnehmen wird. Umso wichtiger wird es sich den Patienten anzunehmen und bessere Therapien und Optionen für eine Behandlung zu schaffen.

Die Ziele der Behandlung der COPD sind zum einen Linderung der Beschwerden und Verbesserung des Gesundheitsstatus sowie die Steigerung von körperlicher Belastbarkeit und Lebensqualität, zum anderen eine Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung durch Vorbeugung und Behandlung von akuten Verschlechterungen, Komplikationen und Begleiterkrankungen, wie auch die Verringerung der COPD bedingten Sterblichkeit.

Der Behandlungsplan kann vorbeugende Maßnahmen (Raucherentwöhnung, Grippe- und Pneumokokken- Schutzimpfungen, Arbeitsplatzhygiene), eine medikamentöse Therapie, die strukturierte Patientenschulung, eine physiotherapeutische Atemtherapie, Bewegungstherapie, Ernährungsberatung, apparative Therapieoptionen (Langzeit – Sauerstofftherapie, Heimbeatmung) sowie beim ausgeprägtem Lungenemphysem, einer nicht rückbildungsfähigen Überblähung der Lunge, auch operative bzw. endoskopisch- interventionelle  Maßnahmen umfassen.

Neben Medikamentösen Therapien führt die Langzeitbehandlung mit Sauerstoff (mehr als 15 Stunden pro Tag) bei COPD – Patienten mit dauerhaft bestehendem Sauerstoffmangel zu einer Linderung der Beschwerden und einer höheren Lebensqualität infolge besserer Belastbarkeit.

Bei Patienten mit schwerer COPD und dauerhafter Überlastung der Atemmuskulatur, kann eine Heimbeatmung in der Nacht über eine Maske gegenüber einer optimierten medikamentösen Behandlung ohne Beatmung Lebenserwartung und Lebensqualität steigern. Die Einleitung dieser nichtinvasiven Beatmung findet in spezialisierten Krankenhausabteilungen statt.