Wann haben sich Atembeschwerden bei Ihnen das erste Mal bemerkbar gemacht?

In Verbindung mit einer Lungen-entzündung im Sommer 2014. Alles ging mit der Luftnot nur noch halb so schnell. Davor habe ich innerhalb weniger Monate 20 Kilo abgenommen.

Wie wurde behandelt?

Zunächst wurde geröntgt, weil Verdacht auf Lungenkrebs bestand, wegen des erheblichen Gewichstverlusts. Dann Lungenfunktionstest, Antibiotika und Kortison, danach nur noch mit einem Medikament, zum Erweitern verengter Bronchien.

Wie haben Sie sich am Tag der Diagnose gefühlt?

Dem Tode näher als dem Leben.

Was hat sich dann geändert?

Sofortiger Rauchstopp und viel mehr Bewegung, insbesondere Wandern.

Ist es Ihnen schwergefallen, mit dem Rauchen aufzuhören?

Bedingt wohl durch die Lungen-entzündung erstaunlich einfach. Und ich war ein Starkraucher, circa 45 selbst gedrehte Zigaretten täglich.

Wo machen Sie am liebsten Urlaub?

Zu Hause im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb.

Müssen Sie unterwegs oder auf Reisen inhalieren?

Ich muss einmal täglich inhalieren und zweimal ein inhalatives Corticosteroid (Kortison) einnehmen – lebenslang.

Denken Sie oft an Ihre Lunge?

Solange es nicht anstrengend ist, nicht. Aber sobald es den Berg hinaufgeht, sofort. Dann ist die Luft direkt wie abgeschnitten. Sprechen ist dann unmöglich, das kann sich ein Gesunder nicht vorstellen.

Treppensteigen – geht das bei Ihnen, ohne aus der Puste zu kommen?

Zu mir in die Wohnung im dritten Stock komme ich noch, ohne eine Pause zu machen. Dann ist aber der Puls oben und die Sauerstoffsättigung im Blut im Keller.

Was raten Sie anderen Betroffenen?

Sport und Bewegung. Eben das, was noch geht, weil ein trainierter Muskel weniger Sauerstoff braucht. Und daran mangelt es uns ja.