Trotz aller Fortschritte in Medizin und Forschung gelingt bei ihnen noch keine vollständige Öffnung der Atemwege, wie es zum Beispiel beim Asthma längst möglich ist.

Aber die gute Nachricht

Es gibt inzwischen sehr viele, immer individuell ausgewählte Behandlungsmöglichkeiten, damit der Patient erheblich an Lebensqualität zurückgewinnt. Neben der Behandlung durch Medikamente, Sauerstoff, bestimmte Ernährungsweisen und natürlich Sport und Rauchentwöhnung können Mediziner nämlich auch auf Atemtherapie setzen.

Zum einen gibt es hier alternative Herangehensweisen wie die reflektorische Atemtherapie. Bei ihr fördert man die innere Balance und das Körperbewusstsein des Patienten durch meditative Atemübungen.

Die andere erfolgreiche Variante ist die physiotherapeutische Atemtherapie, die in Fachkliniken stationär oder ambulant vor allem bei Lungenerkrankungen zum Einsatz kommt. Betroffene lernen dann Techniken, die sie selbst durchführen können, z.B. die dosierte Lippenbremse oder bestimmte Körperhaltungen, um den Brustkorb zu entlasten.

Unterstützend setzen Physiotherapeuten aber auch gern spezielle Atemtherapiegeräte, so genannte PEP-Systeme, ein

Die Abkürzung „PEP“ steht für Positive Expiratory Pressure, also einen positiven Druck, der beim Ausatmen in das Gerät entsteht. Die Patienten atmen in ein Atemgerät mit Mund- oder Nasenstück aus. Weil im PEP-Gerät ein Widerstand eingebaut ist, baut sich dabei ein positiver Druck auf, der sich auf die Atemwege überträgt. So genannte oszillierende PEP-Systeme erzeugen sogar zusätzlich Druckschwankungen.

Die dabei entstehenden Vibrationen massieren die Schleimhäute und lösen festes Sekret. Dadurch wird der natürliche Schleimfluss angeregt bzw. die Reinigungsfunktion der Schleimhäute effektiv unterstützt.

Im Fall von COPD erweitern die Vibrationen in der Phase des ansteigenden Drucks die Bronchien, so dass sie sich in der folgenden Phase des abfallenden Drucks wieder verengen. Dieser Massage-Effekt löst den Schleim von der Bronchialschleimhaut und transportiert ihn dann nach oben, also mundwärts, weiter. Nun kann der Schleim leicht abgehustet werden.

Weiterer Vorteil

Die handlichen PEP-Geräte eignen sich für den Heimgebrauch und können unabhängig von einem Therapeuten angewendet werden. Wegen ihres positiven Effekts sinkt außerdem in vielen Fällen der Bedarf an Medikamenten und die Anzahl der Krankenhausaufenthalte der Patienten reduziert sich.