Unter diesen Symptomen leiden auch Patienten mit Lungenhochdruck, auch pulmonale Hypertonie genannt. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Verengung der Lungengefäße – die Folge sind ein erhöhter Druck und Widerstand, die zu einer zunehmenden Rechtsherzschwäche führen.

Insgesamt werden fünf verschiedene Formen des Lungenhochdrucks unterschieden. Die pulmonal arterielle Hypertonie (PAH) ist eine davon. Während die PAH mit rund 2.000  bis  6.000 Menschen in Deutschland zu den seltenen Erkrankungen gehört, kommt ein Lungenhochdruck bei Herz- oder Lungenerkrankungen häufiger vor. Zudem kann eine pulmonale Hypertonie durch chronische Lungenembolien entstehen oder durch multifaktorielle Ursachen bedingt sein.

Trotz zunehmender Bekanntheit wird die Erkrankung oft erst in späten Stadien diagnostiziert, wenn das rechte Herz in seiner Funktion bereits massiv eingeschränkt ist. Der Leidensweg, bis ein Arzt die Diagnose stellt, zieht sich dann meist bereits über zwei bis drei Jahre hin.

Häufig hat der Betroffene bis zu diesem Zeitpunkt eine wahre Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich und befindet sich in einem Stadium in dem das Herz bereits stark geschwächt und die Prognose vergleichbar mit bösartigen Krebserkrankungen eingeschränkt ist. Eine frühzeitige Diagnose ist daher besonders wichtig. In den letzten Jahren sind verschiedenste medikamentöse Therapien in klinischen Studien untersucht und für die Behandlung der PAH zugelassen worden.

Zudem haben sich in ganz Deutschland hervorragende Zentren für Lungenhochdruck gebildet, die sich in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe ph e.v.  eng untereinander abstimmen, international weit vernetzt sind und gemeinsam an der Weiterentwicklung der Grundlagenforschung, Diagnostik und Therapie arbeiten. Zwar ist keine der medikamentösen Therapien in der Lage, die Erkrankung zu heilen, doch können die Symptome und die Prognose der Erkrankung durch die Behandlung verbessert werden.

Zudem werden die Therapiestrategien bei der PAH stetig weiterentwickelt, sodass eine multimodale Therapie, einschließlich einer frühen Kombination verschiedenster Medikamente und nicht medikamentöser Therapie, wie zum Beispiel kontrolliertes Training, eingesetzt wird. Die Diagnosestellung und Therapie ist sehr komplex und gehört daher in erfahrene Expertenhände.