Eine Reihe bis dahin eher seltener Erkrankungen wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenkrebs und andere Krebsarten, Durchblutungsstörungen in den Beinen usw. stehen seit Mitte des 20. Jahrhunderts an der Spitze der Statistik der Todesursachen. Lebenslanges Rauchen verkürzt die Lebenserwartung in den entwickelten Ländern um mindestens zehn Jahre.

Es dauerte bemerkenswert lange bis diese Zusammenhänge medizinisch gesichert werden konnten. In der Regel vergehen seit Beginn des Rauchens 20 Jahre bis – in Abhängigkeit von der Menge der gerauchten Tabakprodukte und dem genetischen Hintergrund des Einzelnen – die Raucherkrankheiten in Erscheinung treten. Hinzu kommt, dass die gleichen Erkrankungen, zum Beispiel Lungenkrebs auch bei Nichtrauchern, wenngleich sehr viel seltener, auftreten können.

Heute besteht kein vernünftiger Zweifel, dass Rauchen für eine Reihe schwerwiegender, oft tödlich verlaufender Erkrankungen ursächlich verantwortlich ist.

In den frühen 1950-er Jahren warf das erste Mal eine britische Studie Licht auf den Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs. 40.000 der befragten 60.000 britischen Ärzte antworteten auf einen Fragebogen nach ihren Rauchgewohnheiten. Nur nach zweieinhalb Jahren starben 36 Ärzte an Lungenkrebs unter den Rauchern und nicht ein Einziger unter denen, die nie geraucht haben. Tödliche Herz-Kreislauferkrankungen traten bei den Rauchern ebenfalls viel häufiger auf. Die Existenz der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, auch eine häufige Folge des Rauchens, war zu diesem Zeitpunkt den Ärzten noch gar nicht bekannt.

Heute besteht kein vernünftiger Zweifel, dass Rauchen für eine Reihe schwerwiegender, oft tödlich verlaufender Erkrankungen ursächlich verantwortlich ist. Wir wissen heute auch, dass Passivraucher ebenfalls erkranken. Besonders unverantwortlich ist es Kinder dem Passivrauch auszusetzen.

Alle Tabakprodukte, die E-Zigarette und die besonders ungünstige Wasserpfeife (Shisha) sind schädlich. Das wissen nicht nur die Ärzte, sondern auch die meisten Raucher. Warum hören sie dann nicht auf? Die Antwort ist einfach: Weil sie abhängig sind. Raucher, die aufhören wollen, sollten sich beim Arzt beraten lassen. Eine Reihe Medikamente und die vorübergehende Nikotin Ersatztherapie können dabei helfen, wenn einmal der Raucher sich entschlossen hat aufhören zu wollen.