Denn Luftbefeuchter werden oft falsch eingesetzt und können in manchen Fällen mehr Schaden anrichten als nützen.

Luftbefeuchter werden in den meisten Fällen dann eingesetzt, wenn die Innenraumluft als zu trocken empfunden wird. Dieses subjektive Gefühl hat aber oft andere Gründe als eine zu tiefe Feuchtigkeit der Luft. Wird in solchen Fällen die Raumluft zusätzlich befeuchtet, besteht die Gefahr, dass die Luft überfeuchtet und das Innenraumklima erheblich verschlechtert wird: Wachstum von Schimmelpilzen, Bakterien und Milben an Außenwänden, Fensterrahmen, hinter Möbeln, in Teppichen und Matratzen und darauf zurückzuführende Gesundheitsbelastungen können die Folge sein.

Gerade für Atemwegspatienten kann daher eine vermeidlich gut gewollte Therapie für die Atemwege Konsequenzen haben. Daher ist es hier sehr wichtig, gut und sinnvoll, von schlecht zu unterscheiden. Ein Punkt auf den es daher zu achten gilt ist: Was passiert mit dem Befeuchtungswasser, wenn das Befeuchtungsgerät ausgeschaltet wird? Oder auch, wie lässt sich der Wasserbehälter reinigen?

Denn es ist das zurückbleibende Wasser, das zur Keimschleuder werden kann. Vor allem wenn der Luftbefeuchter auf einer Fußbodenheizung steht, die die Keimbildung bei Inaktivität des Geräts ungehindert fördert. Beim erneuten Einschalten der Geräte gelangen die Keime dann mit den Verdunstungen in die Atemluft.

Es empfiehlt sich deshalb, Luftbefeuchter in Wohnräumen nur gezielt und mit der nötigen Sorgfalt einzusetzen. Oder Geräte zu wählen, die das Verdunstungswasser komplett verbrauchen und bei denen sich der Wasserbehälter einfach reinigen lässt, damit es erst gar nicht zu einer Ausbreitung von Keimen kommt.