In Büros und Autos schützt vor allem intelligente Filtertechnologie gegen die Belastung.Rund 300 Tonnen Luft atmet der Mensch in 60 Lebensjahren ein. 90 Prozent davon - also 270 Tonnen - strömen beim Menschen der westlichen Zivilisation als Innenraumluft durch die Lungen. Die ist im Körper eigentlich als der ideale Filter eingerichtet.

Im Büro sind vor allem Laserdrucker eine gefährliche Quelle.

Allerdings hat die Natur sie nicht auf künstliche und deshalb schädliche Stoffe vorbereitet, die der Mensch im Laufe der Geschichte fatalerweise ausgeheckt hat.

Gefährliche Staubbelastung

Wer in geschlossenen Räumen am offenen Feuer kocht, wie es noch häufig in afrikanischen und asiatischen Ländern passiert, bekommt irgendwann mit ziemlicher Sicherheit eine Raucherlunge. Aber auch in westlichen Breitengraden können gefährliche Gifte auf lange Sicht Ursachen für Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizungen von Augen und Nasen oder Allergien sein.

Im Büro sind vor allem Laserdrucker eine gefährliche Quelle: Alte Drucker, die ohne Filter herstellt wurden, sollen laut Toxikologen eine noch höhere Staubpartikelbelastung haben als die Abgase auf einer viel befahrenen Straße.

Einige Experten schätzen sogar, dass die generelle Feinstaubbelastung durch Nanopartikel 20 Mal mehr Menschen tötet als Unfälle im Straßenverkehr.

Filter kommen aber auch erfolgreich in Fahrzeugen zum Einsatz.

Die Milliarden kleinster Teilchen schädigen vor allem die menschlichen Lungenzellen. Im Büro kommen sie aus der Drucker-Kartusche oder sind Nebenprodukt beim Drucken. Zu empfehlen sind deshalb vor allem emissionsarme Tintenstrahldrucker.

Möglich ist aber auch, die alten Geräte mit Filtern nachzurüsten. Wirkungsstark sind solche auf Aktivkohlebasis, die die kleinen Partikel zurückhalten.

Filter in Fahrzeugen

Filter kommen aber auch erfolgreich in Fahrzeugen zum Einsatz. Denn natürlich ist der Mensch hier ebenfalls Gerüchen und Belastungen ausgeliefert. Und das auf engstem Raum. Verschiedene Filter wirken in Autos deshalb auf unterschiedliche Weise.

Der Partikelfilter ist ein synthetisches Hochleistungsvlies mit mehrlagigen Fasern, das ähnlich wie ein Spinnennetz funktioniert. Der Kombifilter wiederum hat außerdem eine Aktivkohleschicht, die Gerüche wie ein Schwamm aufsaugen kann.

Schutz gegen Schadstoffe

Die Filter im Auto schützen die Gesundheit des Fahrers gegen Ruß und Staub in der Luft, selbst bei extremen Wetterbedingungen. Einige sogar gegen Verkehrs- und Industrieabgase, deren Konzentration in den vergangenen Jahren sogar zugenommen hat.

Da der Filter auch Schmutzpartikel entfernt, sind Polster oder Dachhimmel freier von Dreck.

Da das Gebläse der Frischluftzufuhr diese verunreinigte Luft einsaugt und im Innenraum verteilt, kann die Belastung im Wagen oft höher liegen. Dafür entweicht sie wenigstens umweltgerecht nach außen. Besonders Allergiker können sich dank der Filter im Frühjahr sicher vor Blütenpollen fühlen. Aber auch lästige Gerüche von Kläranlagen oder Düngemittel werden gemindert.

Umweltfreundliche Technologie

Da der Filter auch Schmutzpartikel entfernt, sind Polster oder Dachhimmel freier von Dreck. Das verbessert den Werterhalt des Fahrzeugs. Hygienischere Bedingungen wirken auch der Verschmutzung der Scheibeninnenseiten und des Heizungs- und Belüftungssystems entgegen - und sorgen so für mehr Sicherheit.

Weiterer Pluspunkt: Je besser der Luftdurchsatz funktioniert, desto weniger Zeit und Energie verbraucht der Motor, um die Innenraumluft zu kühlen oder zu erwärmen. Und das freut nicht den Fahrer und seinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.