Hohe Betroffenheit

Von der Mundatmung sind viele Menschen betroffen, ohne dass es ihnen bewusst ist. Oft können die Betroffenen zwar auch durch die Nase atmen, ändern aber ihre Atmung schon bei geringen Belastungen und im Schlaf.

Atmung versorgt unsere Zellen mit Sauerstoff

Mit etwa 25.000 Atemzügen am Tag versorgt sich der erwachsene Mensch mit der ausreichenden Menge an lebensnotwendigem Sauerstoff. Ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen erfolgt die Atmung ganz automatisch. Rhythmus und Kontrolle werden über die in der Entwicklungsgeschichte älteste Hirnregion, dem Stammhirn, geregelt. Über die Zugänge von Nase und Mund nehmen wir die sauerstoffhaltige Atemluft auf. Sie gelangt in die Lunge und über mehr als 300 Millionen winzige Lungenbläschen ins Blut und weiter in die Zellen des Körpers. 

Frontlinie der Luftwege

Es ist keineswegs egal, ob der Sauerstoff über Mund oder Nase in die Atemwege gelangt. Jeder spürt, dass gutes Riechen unmittelbar mit dem Atemfluss durch die Nase einhergeht. Bekannt ist auch, dass die Atemluft in Kontakt mit der Nasenschleimhaut gereinigt, angewärmt und angefeuchtet wird. Mit der ihr eigenen Schutzfunktion gegen Allergien und lebensbedrohliche Erkrankungen gilt sie als „Frontlinie der Luftwege“. Der Schleimhautmechanismus unterstützt das Immunsystem. Viren, Bakterien, Pollen oder Pilze werden abgewehrt. Der Nasenschleim bindet Krankheitserreger, Schmutz und Schadstoffe, die mit der Atemluft in die Nase gelangen. Sie werden entweder aus der Nase herausgeschnäuzt oder verschluckt und im Magen zerstört.

Mundatmung wirkt gesundheitsschädlich

Im Gegensatz zu den positiven gesundheitlichen Wirkungen der Nasenatmung gehen von der Mundatmung ausschließlich schädigende Einflüsse aus. Die Atemluft gelangt ungefiltert in die Lunge. Bakterien und Viren erreichen direkt den Mundraum. Sie schädigen Zähne und Zahnfleisch und verursachen Allergien. Hirnforscher haben auch Auswirkungen auf Denk- und Konzentrationsleistungen festgestellt und es wird sogar eine Verbindung zur Entstehung von Demenz und Entzündungskrankheiten im Körper vermutet.

Übungstherapie schafft Abhilfe

Abgewöhnen kann man sich die schädliche Atmung nicht durch gute Vorsätze. Dazu sind ausschließlich spezielle Übungsprogramme geeignet, die über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Der geringe Aufwand lohnt sich aber. Es verbessern sich die Luftdurchlässe der Nase und die natürliche Atmung durch die Nase gelingt auch im Schlaf. Ein erfolgreiches Rezept gegen Allergien, Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer.