Viele COPD-Patienten haben Probleme mit dem Abhusten des zähflüssigen Auswurfes. Hier können in Einzelfällen Wirkstoffe, die den zähen Schleim verflüssigen (zum Beispiel Acetylcystein) oder die die Sekretproduktion fördern (zum Beispiel Ambroxol) oder die Entzündung und die Schleimproduktion hemmen (zum Beispiel Cineol), eingesetzt werden.

Nach einigen wissenschaftlichen Untersuchungen können diese Wirkstoffe den Krankheitsverlauf auch durch eine geringere Anzahl von Atemwegsinfektionen bei dauerhaftem Einsatz in den Herbst- und Wintermonaten günstig beeinflussen. Erleichtert wird das Abhusten von zähem Schleim auch durch atemwegserweiternde Medikamente. Nur dann, wenn ein Flüssigkeitsmangel besteht, erleichtert vermehrtes Trinken das Abhusten. Viele Patienten können leichter abhusten, wenn sie Salzlösungen („Sole“), schleimlösende Medikamente oder atemwegserweiternde Medikamente mit einem Vernebler inhalieren.

Die Medikamente sollten dann vor der Inhalation verdünnt werden. Der sogenannte produktive Husten ist ein wichtiger Reinigungsmechanismus der Lunge. Aber um davon optimal zu profitieren, müssen Sie einige Regeln beachten: Warten Sie immer ab, bis genügend Sekret vorhanden ist, das abgehustet werden muss. Dies äußert sich meist durch ein „Rasseln“ in der Luftröhre.

Trainieren Sie sich eine sogenannte „Hustendisziplin“ an. Also vermeiden Sie, sich bei langen Hustenattacken („Hustensturm“) in einen Bronchialkollaps hinein zu husten. Denn dann wird der Schleim zurückgehalten und dadurch die Atemnot gefördert. Wenn genügend Schleim vorhanden ist, so husten Sie diesen mit höchstens drei Stößen ab. Und vergessen Sie nicht, dabei die Bauchmuskeln anzuspannen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, das zähe Sekret abzuhusten, dann wenden Sie die Technik der Hustenprovokation an: Hier wird der Kehlkopf nicht verschlossen und durch das schnelle Aushauchen der Luft werden die Bronchien komprimiert.

Hierdurch werden die Hustenrezeptoren in der Lunge gereizt und Sie müssen husten. Die Technik der Hustenprovokation ist einfach: Atmen Sie durch die Nase tief ein. Spannen Sie Ihre Bauchmuskeln an („Bauchpresse“). Jetzt führen Sie vier bis fünf schnelle und tiefe „Huffings“ aus, das heißt, Sie atmen forciert auf die Silbe „huff“ aus. Wenn Sie es richtig gemacht haben, war das anstrengend: Legen Sie jetzt eine kurze Pause ein.

Noch besser lässt sich das Sekret aus den Lungen mobilisieren, wenn Sie vor der Anwendung dieser Hustentechnik den Schleim lösen, indem Sie Klopfungen oder Klatschungen am Brustkorb beziehungsweise Bauch oder auch Vibrationen am Brustbein oder Brustkorb an sich selbst durchführen. Mechanische Hilfsmittel (VRP-1®-Flutter oder GeloMuc, RC-Cornet®) können dabei helfen: Mit diesen Geräten werden Vibrationen erzeugt, die sich auf die Atemwege übertragen und mechanisch den Schleim lösen.